Gestern im Kölner Stadt-Anzeiger gelesen, dass Jermaine Jones im Fußball-Spiel Schalke gegen Köln das „Gegentor“ zum 1:0 (Endstand) geschossen habe. Und ich dachte immer, dass ein Gegentor nur die Antwort auf ein vorher bereits gefallenes Tor sein kann. So wie Gegenwehr oder ein Gegenangriff nur gegen einen vorherigen Angriff möglich ist.  Und ein Gegenpol nicht ohne Pol und ein Gegenspieler nicht ohne Spieler existieren kann.

Aber auf den Fußballseiten der Zeitungen ist ja viel Ungrammatisches zu lesen. Immer häufiger steht da z. B. etwas in der Art: „Spieler X hat noch Vertrag bis 2010“. Ich stelle mir das so vor, dass da irgendein atemloser Spieler im Interview direkt am Spielfeldrand einmal einen solchen Satz hingeschlonzt hat, den der Sport-Reporter dann gleich als fußballfachsprachlich angenommen hat. Und darum braucht man heute im Fußball vor Vertrag keinen Artikel mehr.