Wie? Sie glauben, „Endgeld“ sei falsch geschrieben? Weit gefehlt, denn ich weiß jetzt, was es tatsächlich bedeutet. Dazu eine kleine Geschichte…

Auf der harmlosen Google-Suche nach der Herkunft des Wortes „ausgebufft“ bin ich nämlich auf eine Google-AdWords-Anzeige gestoßen, die mir die Klärung der Bedeutung und Herkunft meines Vor- und Nachnamens versprach. Beides ist mir zwar bekannt, dennoch war ich neugierig genug, die Anzeige anzuklicken, was mich auf namens-forschung.de führte.

Habe da sofort Vor- und Nachnamen eingetippt, auf „abfragen“ geklickt und sollte auf der nächsten Seite dann meine kompletten Adressdaten eingeben. Etwas skeptisch geworden, habe ich dann erst einmal die komplette Seite nach Preisangaben „gescannt“. Zunächst nichts gefunden (obwohl es – wie ich später noch entdeckt habe – doch eine Preisangabe in der letzten Zeile des Seitentextes gibt), vorsichtshalber auf die AGB geklickt … und siehe da: Unter Punkt I 7. finde ich:

„Der Nutzer ist zur Entrichtung des einmalige Nutzungsentgelts von 60 Euro verpflichtet (Endgeld).“

Entgelt und Endgeld in einem Satz?

„Entgelt“ und „Endgeld“ in einem Satz? Ganz klar, das konnte nur eines bedeuten: Der Schreiber wusste ganz genau, was er tat. Und auch ich verstand, was er mit Endgeld meinte: Es ist das Geld, das das Unternehmen (übrigens eine britische Ltd.) am Ende habe möchte. Einfach, gell? Und irgendwie bedeutet es am Ende eigentlich dasselbe wie „Entgelt“.

Entlich (sic!) hat Endgeld einen Sinn! Und bringt übrigens auch über 8.000 Treffer bei Google! (jedenfalls ab Seite 20 der Google-Ergebnisseiten, vorher gibt Google sogar über 2,9 Mio Treffer aus… merkwürdig).

Aber was bedeuten dann eigentlich „Entgeld“ und „Endgelt“? Und dann ist da ja leider auch noch die Frage nach der Herkunft des Ausdrucks „ausgebufft“ …

Freundlich grüß-end
Wolfram Gagern

PS: Nur für den Fall der Fälle: „Entgelt“ ist natürlich die einzig richtige Art, das Wort zu schreiben, denn damit soll eine Leistung „entgolten“ werden!