Kanonische URLs (canonical URL) sind ein vieldiskutiertes Thema aus dem Bereich der Suchmaschinenoptimierung von Homepages. Eine sogenannte kanonische URL löst das Problem des Vorliegens verschiedener redundanter Formen einer URL, die alle auf dieselbe Seite verweisen, z. B. http://www.example.com, http://example.com, http://www.example.com/index.html und http://example.com/index.htm.
Aber auch die Angabe der Kategorie in der URL kann z. B. zu redundanten URLs führen, wenn etwa bei Worpress ein Beitrag mehreren Kategorien zugeordnet ist.
Vgl.:
Die Deklaration einer kanonischen URL, also eines eindeutigen Permalinks, löst dieses Problem.
Aber worin genau besteht eigentlich das Problem für Suchmaschinen? Aus Sicht der Suchmaschinen entsteht durch die redundanten URLs doppelter Content (duplicate Content), der nach Ansicht vieler zur Abwertung der betroffenen Webseite durch die Suchmaschine führen kann. Laut einem Beitrag im Google-Blog “Webmaster-Zentrale” von Anfang 2007 führt solcher doppelter Content allerdings nicht zur Abwertung. Google suche sich dann einfach eine der verschiedenen URLs aus und übernimmt diese in den Suchindex.
Somit besteht zumindest das Problem, dass der Homepage-Betreiber in solchen Fällen nicht kontrollieren kann, welche URL letztlich in den Suchindex aufgenommen wird. Zudem gibt es negative Auswirkungen auf Backlinks, da diese u. U. auf unterschiedliche URLs gesetzt werden.
Abhilfe schafft jetzt ein neues <Link>-Tag, auf das sich Google, Yahoo und Live Search (Microsoft) geeinigt haben:
Der Code
<link rel="canonical" href="http://www.rhein-konzept.de/wordpress/suchmaschinenoptimierung-seo-fur-wordpress/" />
bestimmt die darin genannte URL als einzige für Suchmaschinen relevante URL, also die kanonischen URL ist. Voraussetzung hierfür ist, dass der Code in allen Webseiten mit gleichem Inhalt vorhanden ist und dass sich diese Seiten auf derselben Domain befinden. Dabei werden sogar leichte inhaltliche Änderungen toleriert.
Die URL kann übrigens auch als relativer Pfad angegeben werden:
<link rel="canonical" href="wordpress/suchmaschinenoptimierung-seo-fur-wordpress/" />
Für WordPress gibt es bereits erste Plugins, über die sich der entsprechende <Link>-Tag bequem in jede Seite einbauen lässt; z. B.:
Bei Bueltge.de findet sich auch ein Code Snippet, das die Arbeit automatisch übernimmt:
<?php if ( is_singular() ) echo '<link rel="canonical" href="' . get_permalink() . '" />'; ?>
Dieser Code kommt in der Regel in die header.php. Der Permalink ist ab sofort die für Suchmaschinen relevante URL (Eigentlich müsste man sagen: “Der gewählte Permalink…”, da es ja durchaus mehrere geben kann, wenn man einen Beitrag z. B. unterschiedlichen Kategorien zuordnet und die Kategorie Teil der URL ist. WordPress sucht sich dann aber immer einen “Haupt-Permalink” aus).
Weitere Infos zum Thema mit weiteren Links bei Pixelfolk.
Am 18. Dezember 2008 hat www.radio4seo.de einen neuen Suchmaschinenoptimierungs-Wettbewerb ausgerufen. Ziel ist, mit seiner Webseite die beste Platzierung auf Google.de für das Suchwort „SEOtonie“ zu erhalten. Stichtag ist der 08.03.2009 um 13.30 Uhr. Wer zu diesem Zeitpunkt auf Platz 1 der deutschen Suchergebnisse (Web) steht, wird auf der SEOCampixx (www.seo-campixx.de) in Berlin festgestellt und geehrt. Der Gewinner erhält ein ASUS eeePC Netbook 901.
SEOtonie ist eine Wortschöpfung, die sich aus den Begriffen SEO (Search Engine Optimization bzw. Suchmaschinenoptimierung) und Monotonie zusammensetzt. Es steht für das Gefühl der Langeweile von SEOlern, die erfolglos versuchen, wirklich neue SEO-Tricks und -Informationen zu finden.
Weitere Informationen zum Wettbewerb unter www.seotonie.de.
Eine dem vorstehenden Beitrag ähnliche Meldung werde ich heute über verschiedene Presseportale verbreiten, um zu schauen, welche Wirkung dies auf die Platzierung bei Google hat. Bin gespannt. Nicht, dass ich tatsächlich mit Seite 1 rechne ;-) – dafür hätte ich die Sache doch ein bisschen ambitionierter angehen müssen. Trotzdem erlaubt mir jedes Plätzchen weiter oben auf den Suchergebnisseiten den einen oder anderen interessanten Rückschluss.
Bahnchef Mehdorn hat sich jetzt ja endlich entschuldigt …
Ja.
… dafür, dass er seine Mitarbeiter massenhaft überprüft hat.
Nein.
Wie, nein? Es stand doch so in allen Zeitungen?
Stimmt. Viele Redakteure haben da aber nicht ganz richtig hingehört oder -geschaut. Mehdorn hat sich zwar entschuldigt, aber nur dafür, „dass es in der Vergangenheit bei den Mitarbeiterüberprüfungen zu Verstößen gekommen ist“. Er bedauert also eigentlich nur das "Wie" der Überprüfungen, also den Modus operandi.
Mir würde das als durchleuchtetem Bahnmitarbeiter nicht reichen.
Wieso?
Na weil Mehdorn die Massen-Überprüfung an sich eben in keiner Weise bereut, jedenfalls ist davon in der veröffentlichten Erklärung kein Wort zu finden…
Also quasi eine Entschuldigung zweiter Klasse?
Die Entschuldigung bietet jedenfalls keine Gewähr, dass Mehdorn solche Maßnahmen zukünftig nicht wiederholt. Schließlich hat er in der Erklärung auch ausdrücklich betont, dass „im Jahre 2009 keine Daten zur Mitarbeiterüberprüfung genutzt oder übermittelt werden.“ Das braucht jemand nicht zu sagen, der auf dieses Mittel der Mitarbeiter-Kontrolle zukünftig verzichten möchte.
Außerdem hat Mehdorn ja bereits vorher bekannt, dass er solche Überprüfungen auch wieder machen werde, wenn es darauf ankomme.
Dem Bahn-Betriebsrat hat die Entschuldigung aber gereicht?
Ja, der Betriebsrat hat die Entschuldigung angenommen. Was ich merkwürdig finde, denn gerade dem Betriebsrat müsste auch daran gelegen sein, dass Mehdorn zukünftig auf Massenbespitzelungen verzichtet.
Sind Sie insgesamt – was den Wortlaut der Entschuldigung angeht – nicht ein bisschen zu spitzfindig?
Gegenfrage: Glauben Sie tatsächlich, dass nicht jedes einzelne Wort der veröffentlichten Entschuldigung vorher genauestens seziert, abgewogen und 10 Mal hin und her gewendet wurde?
Wieso hat die Bahn denn eigentlich alle Mitarbeiter überprüfen lassen?
Von uns Normal-Sterblichen weiß das keiner so genau. Oder können Sie erklären, wie sich alle einfachen Schaffner oder Fahrkartenverkäufer der Korruption verdächtig machen können?
Eben, ich auch nicht.
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Nur ein kurzer Hinweis auf zwei gelungene SEOtonie-Blüten:
Wer sich bei Google auf die Suche nach "SEOtonie" begibt, erhält mittlerweile über 450 Treffer. Erstaunlich für ein Kunstwort, dass es erst seit kurzem gibt. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich aber mit mehr Treffern gerechnet. Es sollten gerade doch eigentlich Scharen von Suchmaschinenoptimierern daran arbeiten, das Internet mit Beiträgen über SEOtonie zuzupflastern. Denn es geht schließlich um die Ehre des Suchmaschinenoptimierers ;-) und darum, einen SEO-Wettbewerb zu gewinnen.
Allerdings müsste man auf der Suche nach Seiten über Seotonie eigentlich noch weitere Spielarten des Wortes berücksichtigen, denn mittlerweile wird bereits auf die verschiedensten vermeintlichen Varianten des Wortes Seotonie hin optimiert.
Das macht selbst vor "Seo Tony" nicht halt. Kennt den jemand? Wahrscheinlich ein amerikanischer Search Engine Guru? ;-) Immerhin bringt die Suche nach ihm auch viele "echte Treffer" zustande. Die Zusammenschreibung "Seotony" und die Variante "Seotoni" überrachen dann allenfalls noch auf der Suchergebnisseite. Denn für "Seotoni" spuckt Google als Korrektur das mir völlig unbekannte und unergründliche Wort "Serotoni" aus.
Wenn man der semantischen Suche von semager.de glauben darf, dann versteckt sich hinter Seotonie ein Indolamin, das zur Gruppe der Monoamine gehört. Alles klar? Auflösung: Die ersten 4 Treffer für "Seotonie" lauten "Serotonin".
In Kombination mit anderen Suchbegriffen gibt Google als Korrektur für "Seotonie" das Wörtchen "Neotonie" (hat u.a. etwas mit Metamorphose bei Schwanzlurchen zu tun, kein Witz!) aus. Um die Verwirrung – jedenfalls zunächst – komplett zu machen, findet Google bei der Suche nach "Neotonie" noch etwas anderes, nämlich die "Neotenie" (Wikipedia). Bei näherem Hinsehen stellt sich dann aber heraus, dass dies anscheinend nur eine andere Schreibweise für Neotonie ist und dass hinter dem Begriff mehr als nur ein Schwanzlurch steckt ;-)
Bin gespannt, welche Stilblüten dieser SEO-Wettbewerb noch treiben wird, bis er am 8. März 2009 endet.
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In der WordPress-Version 2.7 wurde eine neue Funktion hinzugefügt, mit der man Beiträge mit vielen Kommentaren auf mehrere Seiten aufteilen kann (Einstellung über den Menüpunkt "Diskussion" im Admin-Bereich).
Laut Playground-Blog kann es hierdurch dazu kommen, dass Google die aufgeteilten Beiträge als doppelten Content (Duplicate Content) betrachten und somit abwertet.
Mehr dazu – und wie Sie das Problem lösen – lesen Sie hier: WordPress 2.7: Gefahr des Duplicate Content auf der Beitragsseite
Viele WordPress-Blogger möchten Ihre Sidebar individell gestalten oder nach SEO-Kriterien optimieren.
Die Formatierung der Blogroll bzw. der im Admin-Bereich unter "Einstellungen" festgelegten Links stellt dabei aber leider ein – wenn auch lösbares – Problem dar.
Zwar lässt sich das Format der Blogroll , die über den Template-Tag <?php wp_list_bookmarks(); ?> aufgerufen wird, im Prinzip ganz gut konfigurieren, indem man verschiedene Argumente einsetzt. Und zwar nach dem Muster:
<?php wp_list_bookmarks('argumente'); ?>
–> Weitere Informationen zur Formatierung von "wp_list_bookmarks"
Nicht verhindern lässt sich damit allerdings die Formatierung des Blogroll-Titels in <H2>-Tags. Wie ich aber bereits im Beitrag "Suchmaschinenoptimierung (SEO) für WordPress" geschrieben habe, macht es in der Regel überhaupt keinen Sinn, die Titel in der Sidebar (neben "Blogroll" also auch z.B. "Kategorien" und "Archiv") als aus SEO-Sicht äußerst wichtige <H2>-Überschriften zu formatieren. Denn welchen Vorteil erlangen Sie bei Google, wenn die Suchmaschine Ihre Überschrift "Blogroll" als wichtig erachtet? Das tut Google bei Tausenden oder Millionen gleichlautenden Blogrolls anderer Blogs ja auch.
Deshalb sollten Sie den <H2>-Tag hier entfernen. Dafür müssen Sie allerdings schon etwas tiefer einsteigen, da Sie die Datei "bookmark-template.php" bearbeiten müssen. Diese Datei ist nicht Teil Ihres Templates, sondern gehört zu den originären WordPress-Dateien. D. h., Sie können die Datei leider nicht bequem über den Editor im Admin-Bereich bearbeiten.
Sie finden die Datei "bookmark-template.php" im WordPress-Unterordner "wp-includes". Öffnen Sie die Datei mit einem Editor und suchen Sie folgende Zeichenfolge (WP-Version 2.7):
function wp_list_bookmarks($args = '') {
$defaults = array(
'orderby' => 'name', 'order' => 'ASC',
'limit' => -1, 'category' => '', 'exclude_category' => '',
'category_name' => '', 'hide_invisible' => 1,
'show_updated' => 0, 'echo' => 1,
'categorize' => 1, 'title_li' => __('Bookmarks'),
'title_before' => '<h2>', 'title_after' => '</h2>',
'category_orderby' => 'name', 'category_order' => 'ASC',
'class' => 'linkcat', 'category_before' => '<li id="%id" class="%class">',
'category_after' => '</li>'
);Ersetzen Sie die <H2>-Tags gemäß dem im Beitrag "Suchmaschinenoptimierung (SEO) für WordPress" erläuterten Schema folgendermaßen:
'title_before' => '<div class="widgettitle">', 'title_after' => '</div>',
Und wenn es Sie stört, dass der Blogroll-Titel in <li>-Tags steht, können Sie den zweiten farbig markierten Eintrag ebenfalls noch anpassen:
'class' => 'linkcat', 'category_before' => '',
'category_after' => ''
Das Dumme ist allerdings, dass diese Änderungen durch das nächste WordPress-Update wieder verloren gehen. Da die Änderungen aber schnell durchführbar sind, stellt dies kein großes Problem dar.
Speichern Sie zum Schluss Ihre Änderungen ab und ersetzen Sie die ursprüngliche Datei auf dem Server. Fertig ist die individuelle Blogroll-Formatierung.
Wie man das macht bzw. wo es die entsprechende Info gibt, habe ich nachträglich im Kommentar Nr. 2 unter diesem Beitrag angegeben.